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[Staatsbetrieb] [Fischerei] Gosudarstvenny rybolovetskiy kolkhoz Volny
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Der Komplex erstreckt sich direkt am Hafenbecken und gliedert sich in drei grobe Zonen, die ineinandergreifen:
  1. Hafen- und Umschlagsbereich (Kaje, Liegeplätze, Fischmarkt) - hier landen Küsten- und Hochseefangschiffe, es gibt Rampen, Förderbänder und direkte Zu- / Entladeanlagen.
  2. Primärverarbeitung (Filier-, Köpfen-, Eviszerier-Linien; Kühl-/Schockfrostbereiche) entlang der Kais, damit Frischware ohne Verzögerung weiterverarbeitet wird.
  3. Sekundärverarbeitung weiter im Hinterland: Dosenfabriken, Räuchereien, Gefrierlager, Fischmehl- und -öl-Anlagen, Verpackungsbetriebe, Logistik- und Verladeflächen, Reparatur- und Werftanlagen sowie Verwaltungsbereiche für Belegschaft und Verwaltung.
Zwischen den Hallen verlaufen breite Verkehrsachsen für Lkw und in der Nähe ein Gleisanschluss für den Schienentransport.


Hauptprodukte & Endwaren


Der Komplex produziert eine breite Palette mariner Erzeugnisse, teils für Binnenverbrauch, teils für Export:
  • Frischer Fisch - gekühlte/ gelochte Fische, filetiert oder ganz, schnell zur Kühlkette.
  • IQF-tiefgefrorene Filets und Portionsware - Quick-freezing.
  • Konserven und Dosenware - eingelegte Heringe, Makrelen-Konserven, Fisch in Öl/Sauce; vollständige Konservenlinien.
  • Geräucherte und gesalzene Produkte - kalt/warm geräucherte Fische, Bückling, Salzheringe.
  • Surimi und Fischpaste - industriell hergestelltes Fischprotein für Weiterverarbeitung in Fertigprodukten.
  • Fischmehl und Fischöl - aus Nebenprodukten und minderwertigen Fängen; Produktion für Tierfutter, Düngemittel, industrielle Anwendung.
  • Fertiggerichte und Tiefkühlprodukte - panierte Fischstücke, Fischfrikadellen, vorbereitete Mahlzeiten.
  • Rogen und Spezialprodukte - Konservierung/Salzung von Fischrogen, eventuell für Exportmärkte.
  • Hilfsprodukte - Fischknochenmehl und Kollagenextrakte.

Verarbeitungs- und Technische Anlagen


Wichtige technische Komponenten und Produktionslinien im Detail:
  • Anlandung & Vorsortierung: Förderbänder, Wiegeeinrichtungen, Probenahme- und Qualitätskontrolle.
  • Filier-/Eviszerier-Linien: halb- bis vollautomatische Sortier-, Schnitt- und Verpackungsbänder mit Inline-Qualitätskontrolle.
  • Schockfrostanlagen: für Portionsware; sehr kurze Zeit zwischen Fang und Gefrierpunkt.
  • Kühlhäuser: große Kammern mit mehreren Temperaturzonen (−1…−40 °C).
  • Konservenstraße: Kochen, Abfüllen, Autoklaven, Etikettierung, Verpackung.
  • Räuchereien und Salzbecken: Rauchkammern mit Feuerung/Abgasführung; Salz-/Beiz-Stationen.
  • Fischmehl-Verarbeitungsanlage: Kocher, Pressen, Trockner, Mühlen; Separationsstufen zur Ausbeutesteigerung.
  • Abwasser- und Abfallbehandlung: mechanische Rechen, Sandfang, Ölabscheider, biologische Reinigungsstufen, Schlamm-Trockner; Abluftfilter in sensiblen Produktionslinien.
  • Energieversorgung: eigener Anschluss an städtisches Netz; große Kältemaschinen.
  • Instandhaltung und Werft: Reparaturhallen, Lackiererei, Motorenwerkstatt, Netz- und Ausrüstungslager.
  • Logistikbereiche: Kühl-Lkw-Flotten, Container-Zone, Umschlagkräne, Verladestationen für Kühlcontainer.
  • Labore und Qualitätskontrolle: mikrobiologische, chemische Analytik, Sensorik-Prüfung.

Flotte & Fischereitechnik
 
  • Küstenfähige Trawler für kurze Einsätze.
  • Hochsee-Trawler mit eigenen Vorrichtungen zum Vorkühlen und teilweise zur Erstverarbeitung an Bord.
  • Unterstützungsfahrzeuge und zwei größere Reefer-Schiffe für direkten Export.
  • Ausrüstung an Bord: Netze, Schleppwinden, Fischförderer, Vorfrostkisten, elektrische Ankerwinden.

Betriebsorganisation & Personal
 
  • Staatsbetrieb: zentral gesteuerte Produktionspläne, Jahresquoten, staatliche Vertriebsabkommen.
  • Schichtbetrieb: drei Schichten in Produktionslinien; saisonale Spitzen während Fangzeiten.
  • Qualifikationen: Filierer, Maschinenbediener, Techniker für Kältetechnik, Lebensmittelsicherheitspersonal, Chemielaboranten.
  • Zusatzinfrastruktur: Werkskantine, medizinische Station und Verwaltungsgebäude.

Logistische Kapazität
  • Anlandungs-/Umschlagskapazität: 50–300 Tonnen Rohfisch pro Tag an einem großen Kaimodul; für mehrere Kaibereiche summiert sich das auf tausende Tonnen pro Woche.
  • Jahresproduktion: je nach Auslastung 20.000–250.000 Tonnen verarbeitete Rohware pro Jahr.
  • Fischmehl-Output: aus Nebenprodukten 10–25 % der angelieferten Rohmasse.

Umweltaspekte & Abfallwirtschaft
  • Effluente: Hauptproblem ist Nährstoffeintrag (Stickstoff, Phosphor), Fettstoffe.
  • Luftemissionen: Rauch aus Räuchereien und Emissionen aus Fischmehltrocknern (staubig, geruchsintensiv).
  • By-product-Nutzung: möglichst vollständige Verwertung (Fischmehl, Tierfutter, Düngemittel).
  • Risiken: Überfischung, lokale Wasserverschmutzung ohne strenge Kläranlagen.

Staatliche Steuerung & Wirtschaftsrolle
 
  • Als moderner Staatsbetrieb erfüllt der Komplex politische Ziele: Versorgungssicherheit, Exportdevisen, Beschäftigung in der Region. Produktion und Vertrieb sind zentral geplant; Überschüsse werden an staatliche Handelsorganisationen geliefert oder exportiert.


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[Staatsbetrieb] [Fischerei] Gosudarstvenny rybolovetskiy kolkhoz Volny - von Informationsdienst - 13.10.12024, 00:26

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