09.01.12026, 00:45
Abend des zweiten Tages der Proteste
Heute ist alles anders geworden. Die Luft hat sich verändert, sie rocht nach Benzin und nach kaltem Metall. Schon am Vormittag war die Stimmung gedrückt, aber fest - wir standen da, forderten nur das, was uns zustand. Dann kamen die Sperren und Schläger. Erst sah ich noch schnell einige Menschen hastig in Seitengassen verschwinden, dann die ersten Fahrzeuge mit blinkenden Lichtern, schwer und laut, die wie dunkle Schatten durch die Straßen glitten. Plötzlich war die Menge kein sicherer Ort mehr.
Ich erinnere mich an die Geräusche: das Knirschen von Stiefeln, das Schlagen gegen Schilder, und die Rufe, die abbrachen, als ob jemand einen Schalter umlegte. Jemand neben mir stieß einen Schrei aus, als die Sicherheitskräfte auf die Demonstrierenden zurasten. Ich habe gesehen, wie Menschen weggestoßen wurden und wie andere versucht haben, Schutz zu suchen. Es gab keine Zeit zu gehen, keine klare Richtung, nur Panik und das Bedürfnis, das Kind an der Hand zu halten und wegzulaufen. Ich habe Hassan noch fester gehalten - er klammerte sich an mich, und sein Atem zitterte.
Heute ist alles anders geworden. Die Luft hat sich verändert, sie rocht nach Benzin und nach kaltem Metall. Schon am Vormittag war die Stimmung gedrückt, aber fest - wir standen da, forderten nur das, was uns zustand. Dann kamen die Sperren und Schläger. Erst sah ich noch schnell einige Menschen hastig in Seitengassen verschwinden, dann die ersten Fahrzeuge mit blinkenden Lichtern, schwer und laut, die wie dunkle Schatten durch die Straßen glitten. Plötzlich war die Menge kein sicherer Ort mehr.
Ich erinnere mich an die Geräusche: das Knirschen von Stiefeln, das Schlagen gegen Schilder, und die Rufe, die abbrachen, als ob jemand einen Schalter umlegte. Jemand neben mir stieß einen Schrei aus, als die Sicherheitskräfte auf die Demonstrierenden zurasten. Ich habe gesehen, wie Menschen weggestoßen wurden und wie andere versucht haben, Schutz zu suchen. Es gab keine Zeit zu gehen, keine klare Richtung, nur Panik und das Bedürfnis, das Kind an der Hand zu halten und wegzulaufen. Ich habe Hassan noch fester gehalten - er klammerte sich an mich, und sein Atem zitterte.

