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Residenzschloss des Tsaren
#1

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Das Residenzschloss in Krolock, Sitz von Tsar Igor VI., ist ein imposantes und weitläufiges Bauwerk, das auf einem Hügel thront und somit majestätisch über der umliegenden Stadt aufragt. Die Architektur des Schlosses ist von einer Mischung aus Renaissance- und Barockstilen geprägt, mit hohen, schlanken Türmen und zahlreichen Kuppeln, die sich über die massiven Mauern erheben. Die symmetrische Bauweise und die sorgfältig angelegten Fensterreihen verleihen dem Schloss eine erhabene und gleichzeitig bedrohliche Aura.

Die mächtigen Befestigungsanlagen, bestehend aus runden Türmen an den Ecken und massiven Steinmauern, zeugen von einer früheren Zeit, in der Verteidigung von höchster Priorität war. Das Schloss erhebt sich auf einem grasbewachsenen Hügel, umgeben von einem dichten Wald, der als natürlicher Schutz und Rückzugsort dient. Im Hintergrund sieht man die Stadt, die sich weitläufig ausbreitet und von modernen Gebäuden dominiert wird. Das Schloss scheint über der Stadt zu wachen und symbolisiert die Macht und Beständigkeit der Zarenherrschaft.
 


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#2

Residiert in dem Schloss und erwartet eine besondere Lieferung.
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#3

Als er in seiner Kiste erwachte, begann die Sonne bereits zu sinken. Die Lieferung war nicht die eines guten Jahrganges, wie erhofft. Er würde sich wohl selbst darum kümmern müssen.
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#4

Er wies seinen Diener an, ihm von der üblichen Stelle her frisches Fleisch zu beschaffen und dieses sorgfältig herzurichten, auf dass es ihm munden würde.
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#5

Die schweren Vorhänge verdrängten das Licht der Sonne, nur die flackernden Kerzen zeichneten ein sanftes, beinahe unwirklich es Licht auf die Wände. Etwas nicht zu beschreibenes Lag in der Luft - die Dunkelheit schien dichter zu werden, etwas schien sich im Tsaren zu verändern, als die Dunkelheit ihn zu umarmen schien. Diese befremdliche Stille am sonst so regen Hof, musste auf viele Menschen beängstigend wirken. Für den Tsaren jedoch war es das Zeichen, dass die Gelegenheit günstig war.
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#6

Die Zeit verrinnt und schließlich erhebt Igor sich aus seinem großen schweren Sessel und gleitet mit einer fast unheimlichen Geschmeidigkeit durch seine Gemächer. Man könnte bei näherer Betrachtung gar eine übernatürliche Eleganz erahnen. Etwas an ihm, wie vielleicht eine Art Aura, verströmte eine kühle, ja uralte Macht - als wäre mehr in ihm als nur ein sterblicher Herrscher.
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#7

Seine Augen, tief und durchdringlich, glimmen im schwachen Licht der Kerzenflammen. Während die junge Begleitung in seinem Raum betrachtet, zieht ein leises, kaum sichtbares Lächeln über seine Lippen – ein Ausdruck, der mehr sagt als alle Worte. Sie spürt es, ohne zu wissen, warum, doch etwas an ihm zieht sie in seinen Bann, unaufhaltsam und unausweichlich. Es ist nicht nur seine kaiserliche Autorität, die sie gefangen hält. Da ist eine magnetische Kraft, etwas Uraltes, das aus den Tiefen seiner Seele zu strömen scheint.
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#8

Die Nacht entfaltet sich, doch für Zar Igor ist dies kein gewöhnlicher Genuss. Die Begleitung mag denken, sie sei hier, um ihm zu dienen, aber in Wahrheit ist sie nur ein Teil eines größeren Spiels. Während sie sich nähert, spürt sie unbewusst, wie die Luft im Raum schwerer wird, fast wie ein drückender Nebel, der sie umhüllt. Ihre Haut prickelt, und sie kann nicht sagen, warum.

Der Zar, stets bedacht, seine wahre Natur zu verbergen, bewegt sich näher, sein Atem kaum zu spüren, seine Berührung unerwartet kalt. Es gibt keine Eile in seinen Handlungen, nur eine unvermeidliche, langsame Annäherung. Er legt die Hand an ihre Wange – sanft, doch fest. Ihr Herz beginnt schneller zu schlagen, nicht aus Angst, sondern aus einer seltsamen Mischung aus Verwirrung und Anziehung.

Als er sich zu ihr hinabbeugt, um ihr leise etwas ins Ohr zu flüstern, wirkt es fast, als würde die Zeit einen Moment lang stillstehen. In diesem Moment des Flüsterns, so nah an ihrem Hals, schwebt etwas Unausgesprochenes in der Luft – ein leises Versprechen, ein Hauch von Ewigkeit. Sie könnte schwören, dass sein Atem kälter ist als die Nachtluft draußen. Ein kalter Schauder läuft ihr über den Rücken, doch ihre Bewegungen sind träge, als wären sie unter seinem Bann gefangen.
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#9

Igor, der dies schon unzählige Male zuvor erlebt hat, verspürt den vertrauten Sog der Nacht. Während er sich zurücklehnt und die Dunkelheit ihn vollständig umhüllt, erinnert er sich an die vielen Nächte, die hinter ihm liegen – Nächte, die so zahlreich sind, dass sie die Grenze des Menschlichen längst überschritten haben. Er ist nicht nur ein Mann, der nach Macht und Genuss strebt. Er ist ein Wesen, das von etwas viel Tieferem getrieben wird, von einer unstillbaren Sehnsucht, die so alt ist wie die Nacht selbst.

Als die Nacht weiter fortschreitet, und die Dunkelheit immer tiefer in die Gemächer kriecht, wird das Spiel zwischen Zar Igor und seiner Begleitung zu einem Tanz. Doch während sie vielleicht glaubt, die Oberhand zu haben oder Teil eines königlichen Ritus zu sein, ist es Igor, der das wahre Spiel spielt. Die junge Frau wird am Morgen erwachen, vielleicht müde, vielleicht verwirrt, aber mit dem Gefühl, etwas von sich verloren zu haben – etwas, das sie niemals zurückgewinnen wird.
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#10

Igor, hingegen, wird wie immer unversehrt aus dieser Begegnung hervorgehen. Seine Macht, sein Hunger, seine unstillbare Lust auf mehr – sie sind nicht die einer sterblichen Seele. Und wenn er schließlich in der kühlen Stille der Morgendämmerung zurück in die Schatten seiner Gemächer gleitet, wird niemand jemals wissen, was in den Tiefen dieser Nacht wirklich geschah. Nur die Dunkelheit selbst, die ihn so vertraut umgibt, kennt die Wahrheit.

Denn so wie die Sonne am Horizont aufgeht, wird Zar Igor erneut warten – auf die nächste Nacht, auf das nächste Spiel, auf das nächste Opfer seiner endlosen, ewigen Herrschaft.
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